7. Januar 2015

Heute ist es mir mal wieder passiert, kennt Ihr das?

Ihr seht die Sonne, wie sie sich durchs Fenster in eure Zimmer mogelt und sich breit macht, sie lockt Euch und es zieht Euch raus … . Doch dann fällt Dir auf einmal ein, was Du erst unbedingt noch erledigen „musst“, bevor Du Dich dem Spaziergang hin gibst, den Flur aufräumen, den Papierstapel sortieren, ach und die Wäsche, ja, die Wäsche … .

Endlich ziehst Du die Jacke und die Schuhe an, den Schal und die Handschuhe, gehst raus und da, dort am Horizont siehst Du sie gerade noch untergehen- so ging es mit heute, eben, und ich habe den Moment in dem Foto fest gehalten, um mich daran zu erinnern, das nächste Mal gleich raus zu gehen.

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Das letzte Mal ist mir das 2008 passiert, es war ein unbeschreiblicher Sonnenaufgang der mir entgegen strahlte, ich verpasste ihn und war so traurig und nahm mir anschließend die Zeit, um ein Lied daraus zu machen, dessen Text ich hier rein schreiben möchte:

 

 

Wie oft versäumen wir (11.-12.11.2008)

 

Der Zauber des Morgens ist vorüber,

der Zauber des Morgens ist vorbei

und ich habe versäumt ihn mir anzusehen

und ich habe versäumt mich ihm hinzugeben.

 

Was hat es wichtigeres gegeben

als diesen Moment bewusst zu leben,

was musste ich dringend erledigen

statt nur im Moment zu sein?

Wie oft versäumen wir, wie oft versäumen wir …

 

 

Kein zweites Mal wird sie so aufgehn`,

so wie heut` werd ich sie nie mehr sehn`,

und ich habe versäumt sie mir anzusehen

und ich habe versäumt mich ihr hinzugeben

 

und ich habe versäumt ihn mir anzusehen

und ich habe versäumt mich ihm hinzugeben.

Wie oft versäumen wir, wie oft versäumen wir?