Ich vergebe mir …

Dieser Text kam mir nach einer kurzen Nacht, in Gedanken an meinen Mann.

Eben ist ein Lied daraus geworden, doch den Text möchte ich auch so mit Euch teilen:

 

Ich vergebe mir …

 

Ich vergebe mir all die Momente wo ich dich

als Projektionsfläche benutzt habe, ich hoffe du kannst es auch.

Ich vergebe mir all die Situationen die wir noch mal durchspielen mussten,

weil etwas noch nicht geheilt war, ich hoffe du kannst es auch.

Ich vergebe mir meine Sprunghaftigkeit, meine Neugier, meine Unentschlossenheit,

ich hoffe du kannst es auch.

Ich vergebe mir, dass ich dich oft zum BU Mann im Außen gemacht habe

statt im Inneren meinen eigenen schwarzen Peter zu sehen,

ich hoffe du kannst es auch.

Ich vergebe mir, dass ich selbst blind war und dir trotzdem

alles über die Farben des Regenbogens erzählt habe.

Und ich vergebe mir, dass ich schon mehr als einmal unser Ende ausgesprochen habe,

aus Angst du könntest es sonst tun.

Ich vergebe mir, dass ich nicht von Anfang an

deine Heiligkeit und Unschuld gesehen hab‘,

ich hoffe du kannst es auch.

Ich vergebe mir, dass mein Fokus so lange auf dem lag,

was mir fehlte, was du nicht machst oder kannst,

statt dankbar zu sein, für alles was du gibst,

was du hast und was du bist- ich hoffe du kannst es auch.

Ich vergebe mir, dass ich es als selbstverständlich angesehen habe,

dass du da bist-

ja ich danke dir dass du dein Leben mit mir teilst-

und ich hoffe du kannst es auch weiterhin.

Und ich danke dir, dass du meinen Kern gesehen hast,

obwohl 1000 Masken darüber lagen und du mich immer wieder

daran erinnerst, wer ich wirklich bin.

Ich vergebe mir, dass ich vergessen hatte,

wofür ich auf diese Welt gekommen bin.

ich hoffe- nein- ich weiß, du hast es schon,

jeweils einen Wimpernschlag danach.